Interview mit Martina Nesselhauf

Martina Nesselhauf, Leitende Physiotherapeutin

„Zeit nehmen für die Patienten"

Mit ihrer Qualifikation als sektorale Heilpraktikerin kann Martina Nesselhauf Diagnosen erstellen und Patienten auch ohne ärztliche Überweisung behandeln. In enger Kooperation mit den Medical Care-Experten, aber auch für externe Patienten geht es ihr und ihrem Team vor allem darum, auf den Patienten hundertprozentig einzugehen.

Was ist das Besondere an Ihrer Praxis? Welchen Menschen können Sie helfen?
Zu uns kommen Patienten mit Bandscheibenvorfällen, Wirbelsäulen-
und Rückenproblemen aber auch neuropysiologische Fälle, wie Schlaganfall-, Parkinson-, oder MS-Patienten. Auch Menschen, die eine Knie- oder Hüft-OP hinter sich haben. Das Besondere ist neben unseren fachlichen Qualifikationen vor allem, dass wir uns Zeit nehmen können für die Patienten. Das ist ein großer Luxus. Es ist schon ein großer Unterschied, ob man eine Rehamaßnahme macht, in der der Therapeut maximal 20 Minuten Zeit hat oder ob man gründlich und in Ruhe auf den Patienten eingehen kann.

Wie ist das Feedback der Patienten?
Gerade, weil wir uns Zeit nehmen können, ist das Feedback durchweg absolut positiv. Das sind die Patienten nicht gewohnt. Viele stehen nach der Behandlung auf und sagen:
„Was haben Sie mit mir gemacht, mir geht es ja schon viel besser?!“ Das freut uns und zeigt auch, wie wichtig es ist, sich auf jeden einzelnen Patienten einzustellen und ihm auch zuzuhören. Wir haben viele gute Erfolge zu verzeichnen. Vor allem, was Patienten mit künstlichen Hüft- oder Kniegelenken anbelangt. Zahlreiche internationale Stammgäste aus dem Hotel kommen immer wieder.

Welche Trends gibt es in der Physiotherapie?
Man muss natürlich immer am Ball bleiben und schauen, was sich tut. Zum Beispiel das Thema Faszien. Ich war zu Beginn sehr skeptisch. Heute weiß ich: Verspannungen sind mit einem guten Faszientraining viel schneller und effektiver zu behandeln. Allerdings arbeiten wir hier weniger mit der Faszien-Rolle, sondern mit der Hand. Das geht wesentlich tiefer unter die Haut.